Wie werden Duftkerzen hergestellt?
Kurz erklärt: Duftkerzen entstehen, indem Wachs geschmolzen, bei passender Temperatur mit Duftöl vermischt und anschließend in ein Glas gegossen wird. Danach muss die Kerze aushärten und reifen (Cure Time), damit sie sauber brennt und einen gleichmäßigen Raumduft entwickelt.
- Arbeitszeit: ca. 30–75 Min. (je nach Menge)
- Reifezeit: meist 24–72 Std. (manchmal länger, je nach Wachs)
- Schwierigkeitsgrad: Leicht–Mittel (2/5)
- Duft-Qualität: 9/10 möglich, wenn Temperatur + Docht passen
- Profi-Tipp: Die erste Brennphase entscheidet oft über den späteren Duftwurf.
Wie werden Duftkerzen hergestellt?
Duftkerzen werden hergestellt, indem ein geeignetes Kerzenwachs im Wasserbad geschmolzen wird. Danach wird das Wachs auf eine passende Mischtemperatur abgekühlt, das Duftöl wird exakt abgewogen und gleichmäßig eingerührt. Anschließend gießt man das Wachs in ein Glas, lässt es aushärten und gibt der Kerze eine Reifezeit, damit Duft und Wachs stabil „zusammenarbeiten“.
- Wachs schmelzen → Basis schaffen
- Temperatur treffen → Duft bleibt stabil
- Duftöl dosieren → gleichmäßige Duftstärke
- Docht fixieren → sauberes Brennverhalten
- Gießen & aushärten → Oberfläche wird stabil
- Reifen lassen → Duft wird runder
- Erste Brennprobe → Schmelzpool & Duftwurf checken
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Materialliste: Das brauchst du wirklich
Grundausstattung
- Wachs: z. B. Sojawachs, Rapswachs oder Mischwachs
- Duftöl: kerzentauglich (für Wachs geeignet)
- Docht: passend zur Glasgröße (z. B. Baumwolle/Holz)
- Kerzenglas oder Behälter
- Topf + Wasserbad-Setup (oder Schmelzgefäß)
- Thermometer (wichtig für den Duft)
- Waage (genaue Dosierung)
- Rührstab (sauber, hitzebeständig)
Optional (für bessere Ergebnisse)
- Dochtkleber/Dochtsticker
- Dochtzentrierhilfe
- Gefäß zum sauberen Ausgießen (Ausgießer)
- Farbchips (wenn du farbige Kerzen willst)
Herstellung in 7 Schritten
1) Arbeitsplatz vorbereiten
Stell alles bereit, decke die Fläche ab und halte Glas, Docht und Tools sauber. Sauberkeit hilft gegen „komische“ Gerüche und unsaubere Oberflächen.
2) Docht setzen & fixieren
Klebe den Docht mittig ins Glas und richte ihn mit einer Zentrierhilfe aus. Ein schiefer Docht kann später unruhig brennen.
3) Wachs im Wasserbad schmelzen
Schmelze das Wachs langsam. Zu starkes Erhitzen kann die Wachsstruktur stressen – langsam ist stabiler.
4) Temperatur prüfen & abkühlen lassen
Jetzt kommt der wichtige Teil: Lass das Wachs kurz abkühlen. Mischst du Duftöl bei „zu heiß“, kann Duft flacher wirken. Mischst du „zu kalt“, verbindet es sich schlechter.
5) Duftöl abwiegen & einrühren
Wie viel Duftöl? Oft funktionieren 6–10% (abhängig von Wachs und Duftöl). Rühre ruhig und gleichmäßig, damit sich der Duft im ganzen Wachs verteilt.
6) Gießen & gleichmäßig aushärten lassen
Gieße langsam ins Glas. Danach: nicht bewegen, nicht kalt stellen. Gleichmäßiges Aushärten sorgt oft für eine schönere Oberfläche.
7) Reifen lassen & erste Brennprobe
Gib der Kerze Zeit: häufig 24–72 Stunden. Beim ersten Brennen wichtig: lange genug brennen, damit sich ein gleichmäßiger Schmelzpool bildet – das beeinflusst Duft und Brennqualität.
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Wachsarten: Sojawachs vs. Raps vs. Paraffin
Sojawachs
Beliebt für ein ruhiges, cremiges Abbrennen. Es braucht oft etwas Reifezeit, bis der Duft richtig rund wird.
Rapswachs
Eine pflanzliche Alternative mit oft sehr sauberem Look. Je nach Mischung kann es Duft sehr gut tragen.
Paraffin
Trägt Duft meist sehr stark, wird aber häufig anders bewertet, wenn man Wert auf pflanzliche Wachse legt. Entscheidend ist immer Qualität und sichere Verarbeitung.
Wichtig
Jede Wachsart hat eigene „Lieblingstemperaturen“ und Docht-Anforderungen. Herstellerangaben sind hier die sicherste Basis.
Dochtwahl: Der Schlüssel für sauberes Brennen
Warum der Docht so wichtig ist
Der Docht bestimmt, wie groß der Schmelzpool wird. Ist er zu klein, bleibt der Pool klein und der Duft „bleibt im Glas“. Ist er zu groß, wird es zu heiß und die Kerze brennt zu aggressiv.
Einfacher Test
- Zu klein: Tunnelbildung, wenig Schmelzpool
- Zu groß: große Flamme, Ruß, sehr schneller Verbrauch
- Ideal: ruhige Flamme, gleichmäßiger Schmelzpool
Typische Fehler (und wie du sie vermeidest)
Fehler 1: Duftöl bei zu hoher Temperatur eingemischt
Kann dazu führen, dass der Duft später flacher wirkt. Besser: kurz abkühlen lassen und dann einrühren.
Fehler 2: Zu kurze Reifezeit
Viele Kerzen wirken erst nach 1–3 Tagen wirklich „fertig“. Geduld lohnt sich.
Fehler 3: Falscher Docht
Zu klein = Tunnel, zu groß = Ruß. Docht und Glasgröße müssen zusammenpassen.
Fehler 4: Zu viel Duftöl
Mehr ist nicht automatisch besser. Zu hohe Dosierung kann Brennqualität stören.
Fehler 5: Erste Brennphase zu kurz
Wenn die Kerze immer nur kurz brennt, bildet sich kein sauberer Schmelzpool. Beim ersten Mal ausreichend lange brennen lassen (sicher und beaufsichtigt).
5 Erfolgsfaktoren (Punkte & Level)
| Faktor | Einfluss | Schwierigkeit | Mini-Tipp |
|---|---|---|---|
| Temperatur beim Einmischen | 10/10 | Mittel | Zu heiß = Duft flacher, zu kalt = bindet schlechter. |
| Duftöl-Dosierung | 9/10 | Leicht | Meist 6–10% (Herstellerangaben beachten). |
| Rührzeit & Verteilung | 8/10 | Leicht | Ruhig und gleichmäßig rühren. |
| Reifezeit (Cure Time) | 7/10 | Leicht | Mind. 24–72 Std. warten. |
| Docht & Schmelzpool | 10/10 | Mittel–Schwer | Ohne passenden Docht bleibt Duft schwächer. |
FAQ: Häufige Fragen zur Herstellung von Duftkerzen
Wie viel Duftöl kommt in eine Duftkerze?
Oft funktionieren 6–10% gut. Der optimale Bereich hängt von Wachs und Duftöl ab – am sichersten sind die Empfehlungen des Herstellers.
Wie lange muss eine Duftkerze reifen?
Häufig 24–72 Stunden. Manche Wachse profitieren von mehr Zeit, bis der Duft runder wird.
Warum riecht meine Kerze kalt gut, brennend aber schwach?
Kalt riechst du den Duft direkt am Wachs (Cold Throw). Beim Brennen entscheidet der Schmelzpool und der Docht, wie stark sich der Duft im Raum verteilt (Hot Throw).
Kann ich ätherische Öle verwenden?
Teilweise ja, aber nicht jedes ätherische Öl ist stabil oder kerzentauglich. Nutze nur passende Öle und dosiere vorsichtig.
Warum entsteht Tunnelbildung?
Meist ist der Docht zu klein oder die Kerze brennt zu kurz. Beim ersten Brennen hilft ein voller Schmelzpool bis zum Rand.










































